Fachtagung 2013

“Faust aufs Auge – Gewalt im Blick”

Am 22. Januar 2013 findet die Fachtagung des Projektes Faust "Faust aufs Auge – Gewalt im Blick" in der Lagerhalle Osnabrück statt. Namhafte Dozenten wie Professor Dr. Jens Weidner, Jutta Busskotte vom Niedersächsischen Ministererium, Marco Hannak von der Gewalt Akademie Villigst, Peter Hebeisen von KRAFTPROTZ ® – Bildungsinstitut für Jungen und Männer, Johannes Böing von pro Mensch sowie Lars Geisler vom Fachzentrum Faust werden Referenten sein bzw. die Foren leiten.

Die Schirmherrschaft über den Fachtag wird Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius übernehmen, der auch ein Grußwort halten wird.

Den Flyer können Sie hier herunterladen.

Fachvortrag Professor Dr. Jens Weidner

Deutsches Institut für Konfrontative Pädagogik

Konfrontative Pädagogik

Abweichendes Verhalten verstehen, aber nicht einverstanden sein

Prof. Dr. J. Weidner, Prof. für Erziehungswissenschaften und Kriminologie Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Mitinhaber des Deutschen Instituts für Konfrontative Pädagogik, Dozent am Gottlieb Duttweiler Institut für Wirtschaft & Gesellschaft, Zürich

 

www.peperoni-strategie.de

www.prof-jens-weidner.de

 

Forum 1: Peter Hebeisen – Aufbau einer Kampfesspieleinheit

80% der Widerstände sind Anleitungsfehler!

mit Peter Hebeisen

von KRAFTPROTZ®

Bildungsinstitut für Jungen und Männer

-Mit Hilfe eines durchdachten Spannungsbogens Widerstände mindern

In den Ausbildungsgruppen und in Gesprächen mit Pädagogen zeigt es sich immer wieder, dass die Pädagogen zwar einzelne Spiele (Kampfesspiele®) und Übungen beherrschen und sie auch anzuleiten wissen. Schwer fällt es vielen jedoch, die Elemente in eine gute und sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Dabei ist es gerade der Aufbau und die damit verbundene, geleitete Dynamik, die ein wesentliches Moment für ein gelungenes Training ausmachen. Wird z.B. die Aufwärmphase stark verkürzt oder gar übersprungen, erhöht sich nicht nur die Verletzungsgefahr, sondern erschwert später auch die Interaktionen, da zu früh zu intensiv gearbeitet werden muss und die Persönlichkeiten wenig (zu wenig) Zeit haben, anzukommen und sich zu entfalten. Dies führt zwangsläufig zu Widerständen, die überwunden werden müssen. In dem Workshop wird ein besonderer Blick auf die Vermeidung dieser Widerstände geworfen. Dies geschieht in einem theoretischen und praktischen Schritt. Zunächst wird während ca. 1,5 Stunden ein möglicher Spannungsbogen für eine Einheit ausführlich dargestellt und diskutiert. In einem zweiten Teil (ca. 1 Stunde) erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, einen kompletten Spannungsbogen durchzuarbeiten bzw. zu erleben. In diesem Spannungsbogen werden fast ausschließlich Spiele und Übungen zur Anwendung kommen, die in Kampfesspiele Band 2 beschrieben sind.

Teilnehmende:

Sportkleidung und -schuhe

www.kraftprotz.net

 

Forum 2: Marco Hannak – Deeskalationsstrategien

Alternative Verhaltensstrategien in Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen!

mit Marco Hannak

von der Gewaltakademie Villigst

Wer Gewalt und Rassismus vermeiden, verhindern, oder sogar deeskalieren will, muss genau wissen, worum es sich handelt, wo Ursachen zu suchen und zu finden sind, welche Wirkungen und Spuren Gewalt hinterlässt und woran man Gewalt, auch versteckte, heimliche Alltagsgewalt, erkennen kann. Gewalt muss als Gewalt erst einmal erkannt werden, um deeskaliert werden zu können. Das Forum vermittelt Impulse zum Kennenlernen und Ausprobieren von konkreten Verhaltensmöglichkeiten in Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen, und zum Aufbau von reflektierten Positionen zur offensiven, möglichst gewaltlosen Auseinandersetzung mit aggressiven oder gewaltbereiten Jungen, Mädchen, Jugendlichen und Erwachsenen.

 

Büro49 – Bürogemeinschaft Geisler Hannak
Beratung – Entwicklung – Training

www.buero49.de

www.gewaltakademie.de

 

Forum 3: Andrea Buskotte – Häusliche Gewalt / Gewalt in Beziehungen: Intervention – Prävention – Kooperation“

Landespräventionsrat Niedersachsen Koordinationsprojekt "Häusliche Gewalt"

Vor dem Hintergrund des Gewaltschutzgesetzes und des Landesaktionsplans „Häusliche Gewalt“  haben in den vergangenen Jahren dynamische Entwicklungen in der Intervention bei Gewalt in Beziehungen stattgefunden: Der rechtliche Schutz für Opfer wurde ausgebaut, das Hilfesystem hat sich differenziert. Die Koordination und Kooperation von Behörden und nicht-staatlichen Einrichtungen spielte dabei eine wichtige Rolle. Diese Entwicklungen sollen in diesem Forum mit Blick auf den Unterstützungsbedarf der Betroffenen diskutiert werden.  

 

mit Andrea Busskotte

 

Forum 4: Johannes Böing – Das Fremde überwinden

Eine erfahrungsorientierte Sensibilisierung zur Funktionalität von Diskriminierung und Rassismus

Das Forum „Das Fremde überwinden“ sensibilisiert die Teilnehmenden zunächst
für deren eigene Wahrnehmungsmechanismen. So ist der Prozess der
Vorurteilsbildung zutiefst menschlich, birgt jedoch Gefahren in sich, wenn er nicht
reflektiert und hinterfragt wird. Im Anschluss daran werden die Erkenntnisse auf das
Wirkungsverhältnis von Mehrheit und Minderheit übertragen. Die Intention des
Forums ist es dabei nicht, Meinungen auszutauschen oder Standpunkte zu
analysieren. Statt dessen erleben die Teilnehmenden “an der eigenen Haut“ Macht,
Ohnmacht und die Tendenz zur unbewussten Diskriminierung von vermeintlich
Fremden. Methodisch setzt das Forum dabei auf die Schaffung kontroverser
Situationen, in denen für die Teilnehmenden ein Dilemma entsteht (Betzavta-
Methode). Die anschließende Reflexion des Geschehen verzichtet auf moralische
Bewertungen und Verurteilungen. Dennoch ist für jede/n Einzelne/n die
Bereitschaft eigenes Handeln in Frage zu stellen unabdingbare Voraussetzung für
eine gewinnbringende Teilnahme.

Johannes Böing

pro Mensch
Gewaltakademie Villigst

www.promensch.info

 

Forum 5: Lars Geisler – Der Keulenmann geht um

Handlungsfähigkeit bewahren bei konfliktträchtigen Situationen im Arbeitsfeld

Der Alltag von Lehrern und anderen Pädagogen, aber auch in weiteren Arbeitsfeldern, ist immer mehr von Gewalt bestimmt. Um Gewalt in Schulen, Jugendgruppen oder anderen Bildungseinrichtungen und Behörden effektiv entgegenzutreten, gilt es Methoden zu entwickeln, die sie bestenfalls gänzlich verhindert.

Für Fachkräfte aus den oben genannten Institutionen wird dieses Forum angeboten, in dem die Teilnehmer für das Thema Grenzverletzung und Selbstbehauptung sensibilisiert werden.

 

Lars Geisler

Prävention und Täterarbeit
Fachzentrum faust

www.fachzentrum-faust.de